Ubud, Balis cultural hub.
Ubud zeigt uns erneut eine andere Seite Balis. Zwar ist die Kleinstadt im Herzen der Insel touristisch und in manchen Teilen sehr westlich, allerdings nie mit den hektischen und unangenehmen Extremen wie beispielsweise in Kuta oder Seminyak.
Das Buch “Eat, Pray, Love” hat Ubud sehr kuerzlich weltbekannt gemacht, ein Grossteil des Filmes wurde hier gedreht. Bereits seit Mitte der 1930er Jahre besitzt Ubud einen internationalen Ruf, als Kuenstleroase Sued Ost Asiens. Der deutsche Kuenstler Walter Spies und mit ihm eine Grosszahl westlicher Kuenstler, aber auch lokale indonesische oder andere asiatische Kuenstler schaetzten Ubud in der Vergangenheit wie Gegenwart.
Die Stadt selbst, kommt einem kaum wie eine Stadt vor. Einwohnerzahlen sind schwer festzumachen, da der Uebergang zu anderen Doerfern fliessend erfolgt. Mit den offiziellen ca. 30,000 ist Ubud vergleichbar mit einem deutschen Dorf.
Trotzdem ist der Reiz hier laenger zu bleiben sehr gross. Die einmal mehr beeindruckende, gruene Reisterrassenlandschaft. Viele kleine Naturschauspiele, wie das abendliche Zusammentreffen hunderter Reiher im benachbarten Dorf Petulu. Hinduistische Tempelrituale und heilige Baeder, oder schlicht die Vielzahl an wirklich stylishen Cafes und Spas.
Kimberly und ich waren zwei Tage zu Gast in der “Greenschool”, haben einen tieferen Einblick bekommen und Kontakte geknuepft. Das Schulprojekt ist alleine aus architektonischen Gruenden reizvoll (Bilder >). Die Schule wurde beinahe ausschliesslich aus Bambus gebaut und das Herz der Schule ist das wohl groesste Bambusgebaeude der Welt.
Die Schule, in der vor allem Kinder internationaler Expats ihr sehr alternatives Schulleben geniessen, ist umgeben von weiteren Bambus Projekten. Idylle im Herzen Balis, wohnen im Dschungel, das klingt abenteuerlich, ist beeindruckend und definitv erstrebenswert.
Persoenlich treffen sich fuer mich doch einige Widersprueche in diesem Projekt. Nur einer davon:
Die Bambus Haeuser in der Community der GreenVillage sind, trotz organischem Bambus, nicht ganz guenstig, ca. 300,000 USD fuer ein Exemplar. Die dadurch angezogene Gesellschaft und auch ein Teil der Eltern verkehren daher ausschliesslich in sehr elitaeren Kreisen. Waehrend unseres Besuches war auch die Koenigin, samt Gefolgschaft und Privattour, des (?), eines (?) arabischen Herrschers zugegen.
Die “Greenschool” kann also vom extrem der “Hippieschule” bis zur elitaeren Akademie der Zukunft einige Klischees vertreten.